Montag, 15. Oktober 2012

Lebenszeichen!!! Zu viel Unialltag

Soooo,
nachdem ich von mehreren Leuten schon angesprochen wurde, ob ich denn noch meinen Blog schreibe, kommt hier ein Lebenszeichen von mir.
Ende September hat hier die Uni angefangen und ich habe wirklich auch erst einmal 3 Wochen gebraucht, um mich ein wenig einzuleben. Die Uni ist relativ groß, aber verglichen mit Dortmund schon eher klein. Es ist genau wie Dortmund eine Campus-Uni, also befindet sich alles auf einem Gelände. Die Gebäude sind ziemlich modern und viele liegen sehr nah an den Salinen, wodurch man beim "studieren" einen wunderschönen Ausblick hat. Ich habe natürlich in einem der hässlicheren und älteren Gebäuden Unterricht, aber es ist immerhin ein wenig näher zu meiner Wohnung, weil es sich am Anfang des Campus befindet. Was an diesem Campus aber nicht zu toppen ist, ist die Bibliothek. Ich möchte die einpacken und mit nach Dortmund nehmen. Es gibt in jedem Bereich eine Tonne an englischer Literatur und die ganze Bibliothek ist hell und freundlich gestaltet (Bilder folgen).
Meine Seminare fordern einen Dortmunder Kulturwissenschaftler nicht wirklich heraus, weil das Englischlevel hier in Portugal relativ niedrig ist. Wir scherzen hier immer schon rum, dass die Leute, die Englisch studieren, es schlechter können, als andere Studenten. Dem entsprechend wenig Bücher und Texte muss ich hier lesen. Dadurch, dass viele Portugiesen nicht so gut Englisch sprechen, oder sich nicht wohl mit der Sprache fühlen gibt es hier auch meist Frontalunterricht und wenig Interaktion mit den Studenten, was nach 2 Stunden wirklich anstrengend und langweilig werden kann.
Ich bin hier auch in dem Unichor, den portugiesische Musikstudenten verpflichtend als Kurs für 3 Jahre wählen müssen. Der Chor ist richtig klasse und für November proben wir mehrere Opernchöre, die dann zusammen mit dem Uniorchester im Theater von Aveiro aufgeführt werden.

Hier mal ein paar erste Eindrücke von der Uni (weitere werden folgen):



 

Hier in Aveiro, wie auch in einigen anderen Städten in Portugal ist es typisch, dass Studenten eine Art Uniform haben und einer Studentenorganisation angehören. Die Uniform darf auch nur komplett getragen werden und der lange schwarze Umhang erinnert einen nicht zu unrecht an Harry Potter. Ein paar Leute haben uns erzählt, dass J.K. Rowling tatsächlich viele Inspirationen für Harry Potter aus ihrer Zeit als Englischleherin in Porto geholt hat.
In dieser Studentenverbindung gibt es wohl eine festgeschriebene Rangordnung und drei oder vier Oberbosse, die über die anderen komplette Macht haben. Die können irgendeinen jüngeren dann auch mal eben losschicken um nen Kaffe zu holen oder Kopien zu machen. Teilweise werden aber auch so Witzaufgaben vergeben, die gar nicht zu lösen sind. In den ersten zwei Wochen der Uni war auch die Einführungswoche für die Erstsemester und so wie wir das beobachtet haben mussten die Armen einiges mit sich machen lassen. Die mussten zum Beispiel auf Befehl 50 Liegestütz machen, 20 Runden im Park rennen, sich im Matsch wälzen, sich mit Eiern bewerfen lassen, irgendwelche Schwüre auswendig brabbeln, räudig beim Laufen nur auf den Boden starren UND das wichtigste die ganze Zeit irgendwelche versauten Lieder singen. Wir haben immer nur einige wenige Wörter verstanden, aber die haben gereicht =D
 
 
 
So das muss erstmal als kurze Einführung in meinen Unialltag reichen. Die Woche über werde ich versuchen die restlichen Erlebisse die ich in den letzten drei Wochen hatte aufzuarbeiten.
Liebe Grüße und ate logo, amigos.


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